Bericht von Werner Wieländer
Triple Light beim Trumer Triathlon – Ein Wochenende voller
Sport, Spaß und Emotionen
Bereits im Jänner meldete ich mich für das Triple Light
beim Trumer Triathlon in Obertrum an. Eine Entscheidung, die ich keine Sekunde
bereut habe. Der Trumer Triathlon ist ein hervorragend organisiertes Event mit
großartiger Atmosphäre und definitiv eine Empfehlung für alle
Ausdauersportbegeisterten.
Freitag: Seecrossing Light – Schwimmen mit kleiner
Orientierungseinlage
Den Auftakt machte am Freitag das Seecrossing Light mit
einer Schwimmdistanz von 1,4 Kilometern. Bei angenehmen 23 Grad
Wassertemperatur waren viele Teilnehmer überrascht, dass das Schwimmen mit
Neoprenanzug erlaubt wurde.
Für mich begann der Bewerb bereits mit einer kleinen
Herausforderung: Meine Schwimmbrille lag zu Hause. Also führte mich der Weg
kurzfristig noch zum nächsten Hervis, wo ich mir rasch eine neue Brille
besorgte. Anfangs war diese leider etwas undicht, doch mit der Zeit legte sich das
Problem glücklicherweise.
Besonders lustig war die allgemeine Verunsicherung vor dem
Start. Viele fragten sich, wo genau eigentlich hingeschwommen werden musste, da
das Ziel doch recht weit entfernt lag und der Zielbogen kaum zu erkennen war.
Ich suchte mir daher vor dem Start eine markante gelbe Boje als
Orientierungspunkt aus. Als ich schließlich dort ankam, stellte ich fest, dass
es sich gar nicht um eine Boje, sondern um einen Stand-up-Paddler der
Rettungsschwimmerbrigade handelte. Die Orientierung war also nicht ganz perfekt
– die Richtung hatte aber trotzdem gestimmt.
Mit einer Zeit von 28:44 Minuten belegte ich den 76.
Gesamtrang von 147 Teilnehmern. Dafür, dass ich im Vorfeld gerade einmal zwei
Schwimmtrainings absolviert hatte, war ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.
Samstag: FunTriathlon – Kurz, knackig und voller Motivation
Am Samstag stand der FunTriathlon auf dem Programm. Die
Strecke bestand aus 250 Metern Schwimmen, 12,5 Kilometern Radfahren mit rund
250 Höhenmetern sowie 2,5 Kilometern Laufen.
Zum ersten Mal wurde in Obertrum beim Schwimmen ein Rolling
Start durchgeführt. Das sorgte für einen entspannten und angenehmen Einstieg in
den Bewerb. Überhaupt war die Veranstaltung hervorragend organisiert.
Zahlreiche Zuschauer entlang der Strecke und die große Teilnehmerzahl sorgten
für eine einzigartige Stimmung.
Bei knapp 30 Grad Außentemperatur gewann der Sieger die
Distanz in starken 36:44 Minuten. Ich selbst erreichte das Ziel nach 47:29
Minuten und durfte mich über den 40. Gesamtrang von 223 Teilnehmern sowie den 7.
Platz von 25 Startern in meiner Altersklasse freuen.
Besonders beeindruckend war die Unterstützung entlang der
Strecke. Immer wieder wurde man angefeuert und motiviert, noch einmal alles zu
geben.
Ein kleiner Schreckmoment ereignete sich während des
Radfahrens: Eine Mitstreiterin geriet bergauf mit ihrem Rad ins Bankett. Noch
dachte ich, dass es schwierig werden würde, dort wieder herauszukommen, als sie
plötzlich direkt vor mir stürzte. Sofort fragte ich, ob ich helfen könne.
Glücklicherweise versicherte sie mir, dass alles in Ordnung sei. Trotzdem
meldete ich den Vorfall vorsichtshalber einem Streckenposten am nächsten
Kontrollpunkt.
Mit meiner Leistung war ich sehr zufrieden und freute mich
über den erfolgreich absolvierten zweiten Bewerb des Wochenendes.
Sonntag: Die Kurzdistanz als krönender Abschluss
Nun fehlte nur noch die Kurzdistanz am Sonntag. Der Wecker
klingelte früh um 5:45 Uhr. Nach einem schnellen Frühstück machte ich mich auf
den Weg zum Bewerbsareal. Die Wechselzone war von 6:30 bis 7:30 Uhr geöffnet
und wie viele andere Athleten stellte ich mir zunächst die Frage: „Neopren oder
nicht?“
Kurz darauf kam die erlösende Nachricht auf der Homepage: Neopren
war sowohl für die Kurz- als auch für die Mitteldistanz erlaubt.
Der Start erfolgte um 8:15 Uhr im Strandbad direkt vom
Sandstrand aus. Für diesen Bewerb hatte ich mir vorgenommen, das Rennen bewusst
zu genießen und einfach Spaß zu haben.
Beim Schwimmen konzentrierte ich mich auf einen sauberen
Stil und eine gute Orientierung. Laut Strava gelang das sogar hervorragend –
die Linie war nahezu schnurgerade. Auf der Radstrecke ging es immer wieder
bergauf. Das hatte den Vorteil, dass man zwischendurch sogar ein paar Worte mit
anderen Teilnehmern wechseln konnte. Auch wenn viele Antworten eher aus
Schnaufen bestanden, war die gute Stimmung überall spürbar.
Beim abschließenden Lauf sorgten die vielen Zuschauer
entlang der Strecke dafür, dass mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht
gezaubert wurde. Die Begeisterung und Unterstützung waren einfach ansteckend.
Nach 2:50:11 Stunden überquerte ich schließlich die
Ziellinie. Damit war das Triple Light erfolgreich geschafft.
Fazit
Es war ein geniales Wochenende voller sportlicher
Herausforderungen, großartiger Stimmung und vieler schöner Momente. Leider
musste mein Freund krankheitsbedingt kurzfristig absagen, weshalb ich alleine
anreisen musste. Natürlich war das schade, doch ich konnte viele nette Menschen
kennenlernen und gemeinsam mit ihnen das besondere Trumer-Triathlon-Feeling
erleben.
Drei Bewerbe an drei Tagen erfolgreich zu absolvieren,
zahlreiche motivierende Begegnungen und eine hervorragende Organisation machten
dieses Wochenende zu einem unvergesslichen Erlebnis. Eines ist jedenfalls
sicher: Das Triathlonfieber hat mich wieder voll erwischt.








