14. Kärnten Radmarathon mit Start in Bad Kleinkirchheim

Bericht von Hlavka Hans Peter

Am 07.06.2026 war es wieder so weit, ich stellte mich wie schon im Vorjahr der Herausforderung des Kärnten Radmarathons, bei dem nur die 3 größten Anstiege zeitmäßig gewertet werden. Somit ging es am Anfang die ersten 6 km noch in moderatem Tempo bis zum Beginn der durchschnittlich 10% steilen Nockalmstraße. Ich reihte mich beim Start ziemlich weit hinten ein, weil es meiner Psyche erfahrungsgemäß guttut, einen Mitstreiter nach dem anderen zu überholen. And I did it. Ich hatte gute Beine und damit auch gute Laune. So erreichte ich die Schiestelscharte auf 2010 m Höhe auf Position 441 von 750 Teilnehmern. Nach kurzer Verpflegungsaufnahme ging es in die ca. 400 Hm lange Abfahrt zur Anna Alm. Bei 12 Grad im Schatten (weil Waldabfahrt) kamen bei mir starke Kältegefühle auf, und ich freute mich schon auf den nächsten Anstieg, der mich auf die Eisentalhöhe in der Höhe von ebenfalls 2000 Metern führte. Diesmal fand ich mich auf Position 454 wieder, hatte also 13 Plätze eingebüßt. Ich führe das auf das Ausfrieren von der Abfahrt zurück. Nach neuerlicher Verpflegungsaufnahme nahm ich die ca. 1000 Höhenmeter lange Abfahrt nach Gmünd entspannt in Angriff. Beim Kreisverkehr wurden wir auf Grund einer Baustelle auf der Hauptstraße über Perau und Obermillstatt umgeleitet. Und diese Umleitung hatte es in sich. Steigungen bis zu 18% und zusätzliche 450 Höhenmeter nagten stark an meinen schwindenden Kraftreserven. In Radenthein gab es dann noch eine Verpflegungsstelle, die ich ausgiebig ausnützte, galt es doch den Schlussanstieg nach Bad Kleinkirchheim möglichst schnell zu meistern. Dank eines Boosters (viel Koffein) konnte ich noch 7 Mitstreiter überholen und das Ziel auf Position 447 mit einer Zeit von 2:23:58 erreichen. Das stimmte mich sehr optimistisch, eine gute Platzierung in meiner AK MÜ 75 zu erreichen. Insgesamt waren 2450 Höhenmeter zu absolvieren.

Bei der anschließenden Siegerehrung erlebte ich allerdings ein Wechselbad der Gefühle. Aus unerklärlichen Gründen wurde entgegen der Ausschreibung nur eine Klasse M 70+ gewertet, wo ich den 5. Platz belegt hätte. Enttäuscht wollte ich schon die Siegerehrung verlassen, als doch noch die Klasse MÜ75 aufgerufen wurde, wo ich den 2. Platz mit 1 Min. und 30 Sek. Rückstand auf den Sieger Martin Strobl mit großer Freude zelebrierte.

Da ich erst am Dienstag nach Hause fuhr, nützte ich den schönen Montag für eine Bergwandertour in den Kärntner Nockbergen. Leider artete diese Tour in eine Tortour aus, war ich doch 5 Stunden und 30 Minuten auf teilweise schmalen Steigen 21,5 km weit unterwegs! Aber schön wars trotzdem.

Seid herzlich gegrüßt von eurem Hans Peter